Am Mittwoch, den 1. November 2017, 19:00 Uhr im Hotel „Letzter Heller“ Hann. Münden.

TOP 1: Eröffnung der Versammlung durch den Vorsitzenden, Herrn Superintendent Thomas Henning um 19:10 Uhr. Er begrüßt die Anwesenden und besonders vier in den letzten Tagen eingetretene Mitglieder.

TOP 2: Das Protokoll der Mitgliederversammlung vom 13.10.2016 wird einstimmig gebilligt.

TOP 3: Bericht des Vorstandes, vorgetragen vom Vorsitzenden: Der Vorstand hat sich im Berichtszeitraum dreimal zu Vorstandssitzungen getroffen. Die Zusammenarbeit mit dem stationären Hospiz ist auch weiterhin gut, die Treffen mit dem Geschäftsführer, Herrn Przykopanski, und der Leiterin, Frau Miriam Bergmann, finden etwa vierteljährlich statt. Mit Frau Bergmann ist Anfang des Jahres eine neue Hospizleitung eingeführt worden. Frau Steffani Vasiljevic, die die Leitung erst zum 1. März 2016 übernommen hatte, schied aus persönlichen Gründen zum Ende des letzten Jahres bereits wieder aus. Der Vorstand hat das schnelle Ausscheiden von Frau Vasiljevic bedauert und Frau Bergmann herzlich begrüßt. Wir hoffen sehr, dass  nach den nun relativ vielen Wechseln in der Leitung des Hospizes mit Frau Bergmann eine gute Kontinuität begonnen hat. Sie wird in der Leitung unterstützt von Herrn Stefan Kletetzka, der von der Leitung der Palliativstation ins stationäre Hospiz gewechselt ist.

Nach wie vor ist es so, dass für den Hospizbetrieb 5% der Unterbringungskosten  vor Ort erbracht werden müssen. Nach Aussage von Herrn Przykopanski benötigt das stationäre Hospiz pro Jahr etwa 96.000 €  an Spenden. Hier zu unterstützen ist eine wesentliche Aufgabe der Bürgerstiftung. Daneben konnten wir durch unsere Spende dafür sorgen, dass Fliegengitter vor allen Fenstern angebracht wurden. Es ist auch dabei geblieben, dass die jährliche Grundreinigung des Gartens durch einen professionellen Betrieb von der Bürgerstiftung bezahlt wird.

Diese Unterstützung ist nur möglich durch Ihre Mitgliedsbeiträge, vor allem aber durch Spenden, die der Bürgerstiftung gemacht werden. Wir sind sehr dankbar, dass die Spenden nach wie vor erfolgen, etwa dadurch, dass Spender auf Geburtstagsgeschenke oder Zuwendungen zugunsten einer Spende an die Bürgerstiftung verzichten.  Es kommt vor, dass dadurch Spenden von über 1.000 Euro zustande kommen.

Nicht vergessen möchte ich darüber jene Spender, die manchmal in großer Regelmäßigkeit kleine Geldbeträge spenden. Ihnen allen sei herzlich gedankt.
Für den Vorstand sind diese Spenden ein wichtiges Indiz dafür, wie Bürgerinnen und Bürger in Hann. Münden unser Hospiz unterstützen.

Ein Highlight auch in diesem Jahre wieder, dass Künstlerinnen und Künstler wiederum ihre Bilder kostenlos zur Verfügung gestellt haben für den Kalender „Kunst-Passagen 2018“. Sie können den Kalender im Anschluss zu einem Preis von 12 € erwerben. Diese 12 € gehen zu 100 %  an das Hospiz weiter. Vielleicht noch eine schöne Idee für Weihnachtsgeschenke, die Sie noch heute Abend erledigen können. Ich möchte Ihnen die Namen der Künstlerinnen und Künstler nicht vorenthalten. Es sind aus Münden die Damen Sigrid Bauck, Gisela Bogumil, Barbara Engelhardt, Anja Fehrensen, Petra Graser, Renate Quellhorst und Uschi Senff, sowie die Herren Johannes Eichhorn und Peter Fellenberg. Aus Göttingen Gisela Hyllus, Harald Kropp und Claudia Schulte, aus Dransfeld Helga Reimann und aus Ahnatal Monika Westphal. Allen Genannten gebührt großer Dank, denn wir erwarten einen Erlös des Verkaufes in Höhe von etwa 12.000 €. Bedanken wir uns mit einem herzlichen Applaus!  Im Rundbrief haben Sie schon gelesen, dass der „Förderverein Alpha“ auf uns zugekommen ist mit der Bitte, beide Fördervereine zu vereinen. Dies ist ja noch ein eigener Tagesordnungspunkt, so dass ich das hier nicht weiter ausführen muss.

Vielleicht erinnern Sie sich noch an die Mitgliederversammlung im vergangenen Jahr. Damals hat Schwester Miriam hervorgehoben, wie wichtig ein Seelsorger im Hospiz sei. Nach der Pensionierung des Krankenhausseelsorgers Pastor Bagdahn wurde der Seelsorger schmerzlich vermisst. Wir sind froh, dass es durch Gespräche mit der Geschäftsführung  des Hospizes und der Landeskirche Hannover gelungen ist, den Krankenhausseelsorger, Herrn Pastor Stanke, mit einem Stellenanteil auch zum Seelsorger des Hospizes zu machen. Er wird anteilig auch vom Träger des Hospizes mitfinanziert. Die Bürgerstiftung ist an der Finanzierung nicht beteiligt, weil wir Personalkosten nicht übernehmen können und wollen. Der Vorstand unterstützt das Anliegen der überkonfessionellen Seelsorge im Hospiz aber ausdrücklich und ist dankbar für die schnelle Wiederbesetzung.

Berichten möchte ich auch noch darüber, dass das Thema Hospiz auch in der Region Aufmerksamkeit gewonnen hat. Professor Quellhorst und ich waren kürzlich eingeladen in Witzenhausen von der katholischen Arbeitnehmer- Bewegung in der St. Hildegard Gemeinde, um dort über den Gedanken des Hospizes, die Entwicklung in Hann. Münden und die Arbeit unserer Bürgerstiftung zu berichten. Über die uns aus diesem Anlass überreichte Spende haben wir uns natürlich sehr gefreut.

TOP 4: Bericht der Schatzmeisterin: Die Schatzmeisterin berichtet über eine befriedigende bis gute Kassenlage im Jahre 2016. Auf den Konten der Bürgerstiftung (Giro- und Festgeld) befanden sich Ende des Jahres insgesamt € 46.423,03. Eigenommen wurden Beiträge in Höhe von € 8.607 und Spenden in Höhe von € 28.480,10. Die Einnahmen aus dem Verkauf des Kalenders beliefen sich auf € 11.0000. Es wurden Spenden an das Hospiz Hann. Münden in Höhe von € 44.000 geleistet, die „Verwaltungskosten“ betrugen € 2.712,40.

TOP 5: Bericht der Kassenprüferinnen: Da beide Kassenprüferinnen des Berichtsjahres, Frau Stöbener und Frau Kiefer, nicht anwesend sein konnten, wurde der Bericht der Kassenprüferinnen von Herrn Buchwald verlesen. Es wurde über eine sorgfältige, ordnungsgemäße Kassenführung berichtet.

TOP 6: Aussprache: Eine Aussprache wird offensichtlich nicht gewünscht.

TOP 7: Entlastung des Vorstandes: Der Vorstand wird bei Enthaltung der Betroffenen einstimmig entlastet.

TOP 8: Neuwahl eines/r Kassenprüfers/in: Der Vorsitzende dankt Frau Stöbener, die turnusgemäß ausscheidet.  Als Nachfolgerin wird Frau Gisela Steinmann einstimmig gewählt.

TOP 9: Vorstellung und Diskussion einer möglichen Fusion mit dem „Förderverein Alpha Hann. Münden e.V.  Der Vorsitzende berichtet darüber, dass seitens des Fördervereins Alpha der Wunsch nach einer Fusion mit der Bürgerstiftung geäußert wurde. Gründe hierfür seien darin zu suchen, dass in einer Stadt von der Größe Hann. Mündens kein Raum sei für zwei Vereine mit gleichen Zielen. Das habe zu einem deutlichen Nachlassen der Spendenbereitschaft für Alpha geführt. Eine mögliche Fusion und deren Folgen werden von den Anwesenden lebhaft diskutiert. Es wird beschlossen, zu dieser Frage im Jahre 2018 zwei Mitgliederversammlungen durchzuführen, um dieses Thema weiter zu diskutieren und Beschlüsse herbeizuführen.

TOP 10: Vorschau auf das Jahr 2018 und Beendigung der Sitzung. Mit dem Hinweis darauf, das im Jahre 2018 eine Fusion der Bürgerstiftung Stationäres Hospiz Hann. Münden e.V. und dem Förderverein Alpha e.V. diskutiert und Beschlüsse herbeigeführt werden müssen sowie einen Dank an die Erschienen beendet der Vorsitzende die Versammlung um 20:05 Uhr.

Im Anschluss folgt ein Vortrag von Herrn Prof. Dr. phil. Alfred Simon, Vorstand des Klinischen Ethik- Komitees der Universitätsmedizin Göttingen und Leiter der Geschäftsstelle  der Akademie für Ethik in der Medizin, Göttingen, mit dem Titel „Die Wahrheit am Krankenbett“. Während früher aus vermeintlicher Rücksichtnahme auf die Psyche des Patienten Unwahrheiten bezüglich Diagnose und Prognose häufig waren, wird heute  – schon aus juristischen Gründen – größter Wert auf eine uneingeschränkte Aufklärung des Patienten gelegt. Aufklärung erfordert Zuwendung durch den Arzt unter Berücksichtigung der psychischen Sensibilität und Aufnahmefähigkeit des Patienten, insbesondere bei schwerwiegender Diagnose und ungünstiger Prognose. Sie ist erforderlich für die Zustimmung des Patienten zu möglicherweise sehr belastenden therapeutischen Maßnahmen.    In der anschließenden Diskussion wurden von einigen Zuhörern Fragen zum Umfang der Aufklärung gestellt und die Diskrepanzen zwischen ethischen Grundsätzen und der tatsächlichen Verfahrensweise unter alltäglichen Verhältnissen dargestellt.

Verantwortliche für das Protokoll: Prof. Dr. Eduard Quellhorst