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Protokoll der Jahreshauptversammlung

Ergebnisprotokoll der Jahreshauptversammlung                                                                                                                                                                                                                                                           7.11.2018 im „Hotel Schlaf Schön – Letzter Heller“

9. November 2018

TOP 1. Der Vorsitzende Herr Thomas Henning begrüßte die 44 anwesenden Mitglieder und eröffnete um 19:10 die Versammlung. Die Tagesordnung wurde genehmigt.
TOP 2. Das Protokoll der Hauptversammlung v. 1. Nov. 2017 wurde gebilligt.
TOP 3. Der Bericht des Vorstandes ist beigefügt (Anlage).
TOP 4. Aussprache. Herr Przykopanski beantwortet die Frage, welchen Anteil der Kosten das Hospiz selbst aufzubringen hat (5 %, früher waren es 10 %). Bei einer Belegung von 80 % der Möglichkeit sind das 120 000 €/Jahr. In der vergangenen 5 Jahren wurden immer die 100 000 € überschritten. In diesem Jahr stiegen die Nachfrage und damit die Pflegetage, es kamen mehr Gäste.

TOP 5. Beschluss über Satzungsänderung. Die Vereinigung der ambulanten und der stationären Hospizarbeit durch eine Aufnahme interessierter Mitglieder des Fördervereins Alpha in die Bürgerstiftung bündelt die Kräfte und ist nach unserer Satzung dank der Formulierung ohne Probleme möglich. Dann soll zum Ende des Jahres der Förderverein Alpha aufgelöst werden. Hierzu haben die Vorstände beider Vereinigungen einen „gemeinsamen Vorschlag“ gefertigt (20.10.2018), der in der Einladung zu dieser Versammlung enthalten war. Wegen seiner Bedeutung wird ausdrücklich darauf verwiesen.
Einige Details aus der ambulanten Hospizarbeit wurden vorgestellt. Entscheidend ist das Eingehen auf die Wünsche der Menschen, man hat Zeit für sie, „man kümmert sich“. Eine Ausbildung der Ehrenamtlichen ist Voraussetzung für diese Arbeit, es gibt viele Möglichkeiten zu engagierter Hilfe.
Zu dem Vorschlag (s. oben) äußerten sich die Herren Bergmann und Daetermann, die Fragen wurden beantwortet. Das gemeinsame Ziel ist erstrebenswert.
Die Satzungsänderung wurde zur Abstimmung gestellt und einstimmig angenommen. Der Name des Vereins (siehe § 1 d. Satzung) soll von „Bürgerstiftung Stationäres Hospiz Hann. Münden e.V.“ geändert werden in „Bürgerstiftung Ambulantes und Stationäres Hospiz Hann. Münden e.V.“.

TOP 6 Bericht des Schatzmeisters, Frau Elke Baumgärtel. Hinter den trockenen Zahlen steht sehr viel Fleiß und Mühe, sowohl bei der Sammlung des Geldes als auch bei den Ausgaben. Unser Haushalt steht auf drei Säulen, den Beiträgen der 421 Mitglieder, den Spenden (kleinen und großen, Geburtstage, Jubiläen usw.) und Einnahmen aus dem Verkauf der Kunstkalender. Zu betrachten ist das Jahr 2017 (31.12.2017)
Haushalt 2017 Bürgerstiftung
Einnahmen: Ausgaben: Überschuss:
Beiträge 8.512,00 Spende an Hospiz 47.042,86
Spenden 35.702,92 Verwaltungskosten 737,82
Kalender 15.855,00 Geb. Rücklastschriften 149,64
Kosten Kalendererstellung 2.831,35
60.069,92 50.761,67 9.308,25
Stand der Bankkonten bei der Sparkasse: Giro 29.478, 46 €, Sparbuch 26.253,02,
insgesamt: 55.731,48 €
Die Datenpflege ist zeitaufwendig. Deshalb die Bitte bei Umzug und Kontoänderung den Verein zu informieren. Spendenbescheinigungen müssen eine Anschrift des Gebenden enthalten sonst sind sie nicht zustellbar.

TOP 7. Frau Kiefer und Frau Steinmann prüften die Kasse, es ist alles in guter Ordnung.

TOP 8. In der Aussprache werden die genannten Wünsche hinsichtlich der Adressen und Bankdaten nochmals bekräftigt. Im Jahr 2018 ist der Eingang von Spenden geringer als sonst, das ändert sich normalerweise in den letzten 2 Monaten des Jahres.

TOP 9. Entlastung des Vorstandes. Herr von Luckwald stellt den Antrag auf Entlastung des Vorstandes. Das wird einstimmig, bei 5 Enthaltungen, angenommen.

Als besondere „Einlage“ bedankte sich Herr Przykopanski bei Frau Baumgärtel und Frau Dr. Quellhorst sowie dem Vorstand mit Blumen bzw. Präsenten für die gute gemeinsame Arbeit.

TOP 10. Neuwahlen eines Herrn oder einer Dame als Kassenprüfer. Herr Bornmann, Kasseler Straße 47, hatte sich hierzu bereit erklärt, er wurde in Abwesenheit gewählt.

TOP 11. Verschiedenes. Die anschließende Diskussion unter der routinierten Leitung von Herrn. K.W. Lange beleuchtete viele Themen, es war ein harmonisches Frage- und Antwortspiel. Hier sei nur einiges erwähnt.
Es ging um die Tätigkeit der „Ehrenamtlichen“ im Hospiz und wie man dazu kommt. Kontakte lassen sich leicht telefonisch herstellen, die Zeit für einen Besuch und ein Gespräch ist für Interessierte gegeben.
Es ist oft schwierig, mit Extremsituationen fertig zu werden. Hier helfen Erfahrungen und Gespräche zur Minderung der Last.
Die Idee der Hospizversorgung entwickelt sich gut in die Breite. Die Anzahl der Hospize in Niedersachsen ist auf 32 angewachsen, zusätzlich gibt es 3 für Kinder. Alle Einrichtungen arbeiten gut zusammen, sie sind unter einem Dachverband vereint und gleichen ihre Erfahrungen ab. Zugleich wachen sie mit den geldgebenden Krankenkassen darüber (Versorgungsvertrag), dass die Standards guter Arbeit eingehalten werden können. Zehn weitere Einrichtungen sind im Bau oder geplant.
Die Bedingungen für eine Aufnahme in das Hospiz sind eine das Leben begrenzende Erkrankung zusammen mit der Unmöglichkeit häuslicher Pflege. Das Erstere bescheinigt oder bestätigt der Hausarzt. Im Interesse der Erkrankten und aus Erfahrungen ergibt sich der Wunsch, dass die Aufnahme in das Hospiz nicht zu spät erfolgen sollte. Es wird angeregt, dass eine gemeinsame Besprechung 2019 mit der Ärzteschaft hier zum Austausch der Ansichten führt und damit einigen unheilbar Erkrankten früher geholfen werden kann.
Der Wunsch, man möchte zuhause sterben, ist begrenzt in der Unmöglichkeit der Versorgung unter würdigen Bedingungen. Eine große Hilfe zur Überbrückung von Problemen ist hierbei die mobile palliative Betreuung aus Göttingen mit ihren örtlichen Helfern.
Es bleibt die dringende Empfehlung, man möge sich bereits in gesunden Tagen mit dem eigenen Tod auseinandersetzen und seine Nächsten über die dann entstandenen Gedanken und Wünsche informieren.

Herr Thomas Henning dankte abschließend um 21: 15 den Mitgliedern für ihr Kommen und die rege Teilnahme. Er wünschte einen guten Heimweg und bekräftigte nochmals, dass man sich nicht scheuen sollte, über die letzte Lebensphase nachzudenken und zu sprechen.

Mit freundlichem Gruß

Ihr Klaus Olischläger

2018-12-07T18:32:45+00:00